Komplett-Paket Wallbox-Installation

Alles aus einer Hand — von der Planung bis zur fertigen Abnahme. Kein Behördenstress, keine halben Sachen. Das Paket umfasst alle handwerklichen und administrativen Leistungen rund um die Wallbox-Installation.

Was ist enthalten?

  • Montage der Wallbox (Wand oder Säule, Innen- oder Außenbereich)
  • Zuleitung vom Unterverteilung/Zählerschrank zur Wallbox (bis 15 m, NYM-J 5×6 mm²)
  • Leitungsschutzschalter & FI-Schutzschalter (Typ B) im Unterverteiler
  • Konfiguration & Inbetriebnahme inkl. PV-Überschussladen (soweit WR kompatibel)
  • Dynamisches Lastmanagement — Schutz des Hausanschlusses vor Überlastung
  • Anmeldung beim Netzbetreiber gemäß §14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtung)
  • Übergabe mit Einweisung & Dokumentation

Komplett-Paket ab

1.810 €

netto zzgl. 19 % MwSt. | Wallbox-Gerät ggf. separat

Was ist nicht enthalten?

  • Das Wallbox-Gerät selbst (wir empfehlen und beziehen es auf Wunsch)
  • Zuleitungen über 15 m (Mehrpreis nach Aufmaß)
  • Mauerwerk- oder Kernbohrungen (Aufpreis nach Aufwand)
  • Zählerschrank-Erweiterungen bei fehlenden Sicherungsplätzen
✉️ Kostenloses Angebot anfragen

Beratung & Planung

Wir klären Anschlussleistung, Kabellänge, Stellplatz und Wallbox-Modell. Auf Wunsch Vor-Ort-Termin.

Montage & Verdrahtung

Installation der Wallbox, Verlegung der Zuleitung, Einbau von LS- und FI-Schutzschalter.

Konfiguration & PV-Anbindung

Einrichtung PV-Überschussladen, Lastmanagement und §14a-Steuerungsprofil.

Anmeldung & Abnahme

Anmeldung beim Netzbetreiber, Dokumentation, Einweisung und Übergabe an Sie.

§14a EnWG — Steuerbare Verbrauchseinrichtung

Jede neue Wallbox ab 3,7 kW muss seit dem 1. Januar 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet werden. Im Gegenzug profitieren Sie von dauerhaft reduzierten Netzentgelten — eine Win-win-Regelung für Netz und Geldbeutel.

Was bedeutet Steuerbarkeit?

Der Netzbetreiber darf Ihre Wallbox bei lokalen Netzengpässen vorübergehend auf 4,2 kW drosseln. Das klingt nach Einschränkung — ist in der Praxis aber kaum spürbar: Über Nacht laden Sie Ihr Auto trotzdem vollständig. Eine vollständige Abschaltung ist gesetzlich ausgeschlossen.

  • Maximale Drosselung auf 4,2 kW (Mindestlade­leistung bleibt garantiert)
  • Kein Totalausfall — vollständige Abschaltung verboten
  • Steuerung über Smart Meter Gateway oder Rundsteuerempfänger
  • Technische Umsetzung: wir konfigurieren das §14a-Profil direkt im Energiemanagementsystem

Reduzierte Netzentgelte als Gegenleistung

Für die Zustimmung zur Steuerbarkeit erhalten Sie dauerhaft vergünstigte Netzentgelte. Netzbetreiber müssen nach §14a zwischen zwei Varianten wählen:

  • Pauschale Reduzierung: fester jährlicher Abzug je Verbrauchseinrichtung (je nach Netzbetreiber ca. 100–200 €/Jahr)
  • Prozentuale Reduzierung: prozentualer Rabatt auf die Netzentgelt­komponente des Jahresverbrauchs der Wallbox
  • Die Vorteilsregelung gilt dauerhaft — nicht nur im ersten Jahr
  • Wir kümmern uns um Anmeldung, Formulare und Netzbetreiber-Abstimmung

11 kW oder 22 kW — was passt für Sie?

Für die meisten Privathaushalte reicht eine 11-kW-Wallbox vollkommen aus. Die 22-kW-Variante erfordert mehr Infrastruktur und benötigt eine Genehmigung des Netzbetreibers — lohnt sich aber für Vielfahrer oder gewerbliche Nutzung.

Merkmal 11 kW Standard-Wallbox 22 kW High-Power-Wallbox
Zulassung / Anmeldung Meldepflichtig
Anmeldung beim Netzbetreiber
Genehmigungspflichtig
Genehmigung durch Netzbetreiber
Ladezeit (60-kWh-Akku, 80 %) ca. 5,5 Stunden ca. 2,7 Stunden
Phasenzahl 3-phasig, 16 A 3-phasig, 32 A
Zuleitung NYM-J 5×6 mm² NYM-J 5×10 mm²
Fahrzeugkompatibilität Alle gängigen E-Autos Nur Fahrzeuge mit 22-kW-OBL
Typische Nutzung Privathaushalt, Pendler, PV-Überschussladen Fuhrpark, Taxibetrieb, Vielfahrer mit kompatiblem Fahrzeug
Unsere Empfehlung ✓ Für die meisten Haushalte ideal Nur bei konkretem Bedarf

Praxishinweis: Die meisten modernen E-Autos laden dreiphasig mit maximal 11 kW (z. B. VW ID.3, BMW iX1, Hyundai Ioniq 6). Selbst ein Tesla Model 3 lädt in der Basisversion nur mit 11 kW AC. Mit einer 11-kW-Wallbox sind Sie für nahezu alle aktuellen und künftigen Fahrzeugmodelle gerüstet — und sparen sich den bürokratischen Aufwand der Netzbetreiber-Genehmigung.

PV-Überschussladen — So funktioniert's

PV-Überschussladen bedeutet: Ihr Fahrzeug lädt genau dann und genau so viel, wie Ihre PV-Anlage gerade mehr produziert als Ihr Haushalt verbraucht. Statt den Überschuss für 8 ct/kWh ins Netz einzuspeisen, laden Sie Ihr Auto für nahezu 0 €.

Schritt 1 — Überschuss erkennen

Der Wechselrichter (oder ein separater Energiezähler) misst sekündlich den aktuellen Hausverbrauch und die PV-Produktion. Sobald ein Überschuss entsteht, wird das Signal an die Wallbox weitergeleitet.

Schritt 2 — Wallbox regelt nach

Die Wallbox reduziert oder erhöht ihre Ladeleistung dynamisch zwischen 1,4 kW (Mindeststrom 6 A einphasig) und 11 kW. So wird nur so viel geladen, wie die Sonne gerade liefert — kein Netzbezug für das Auto.

Schritt 3 — Auto lädt mit Solarstrom

Zwischen ca. 10:00 und 16:00 Uhr lädt Ihr Fahrzeug an sonnigen Tagen nahezu vollständig mit eigenem Solarstrom. Die verbrauchten kWh kosten Sie nur die Grenzkosten der PV-Anlage — rund 3–6 ct/kWh.

Voraussetzungen für PV-Überschussladen

  • PV-Anlage mit geeignetem Wechselrichter (SMA, Fronius, Huawei, SolarEdge, Kostal u. a.)
  • Wallbox mit Überschussladen-Funktion (z. B. Mennekes AMTRON, go-e Charger, Keba, Webasto)
  • Kommunikationsprotokoll zwischen WR und Wallbox (Modbus TCP, OCPP 1.6, SMA Home Manager, proprietäre App-Integration)
  • Optionaler Energiezähler am Hausanschluss für Netz-Messung (wenn WR das nicht nativ liefert)

AFIR 2027 — Zukunftssicher laden

Ab dem 1. Januar 2027 schreibt die europäische AFIR-Verordnung vor, dass auch private Ladestationen die ISO 15118-20-Kommunikation unterstützen müssen. Das ermöglicht:

  • Plug & Charge — automatische Authentifizierung ohne App oder Karte
  • Bidirektionales Laden (V2H/V2G) für kompatible Fahrzeuge
  • Nahtlose Integration in Energiemanagementsysteme
  • Empfehlung: Mennekes AMTRON 4You 400 — AFIR-konform, §14a-steuerbar, 11 kW, Made in Germany

Die Wallbox entfaltet ihren vollen Nutzen im Zusammenspiel mit PV-Anlage, Speicher und fachgerechter Elektroinstallation. Wir begleiten Sie durch alle Gewerke.

FAQ — Wallbox-Installation

Die wichtigsten Fragen rund um Förderung, Mietwohnung und Lastmanagement.

Gibt es Förderung oder KfW-Kredit für eine Wallbox?

Einen bundesweiten KfW-Zuschuss speziell für private Wallboxen gibt es derzeit nicht (das frühere Programm 440 ist ausgelaufen). Es gibt jedoch mehrere Alternativen: Einzelne Bundesländer und Kommunen bieten eigene Förderprogramme — in Sachsen lohnt sich eine Anfrage bei der SAB (Sächsische Aufbaubank). Wer eine Wallbox im Zuge einer neuen PV-Anlage installiert, kann das Gesamtprojekt über den KfW-Kredit 270 (Erneuerbare Energien — Standard) günstig finanzieren. Arbeitgeber können zudem das Laden eines Dienst-E-Autos beim Arbeitnehmer steuerlich begünstigt ermöglichen (§ 3 Nr. 46 EStG). Wir informieren Sie im Beratungsgespräch über die zum Zeitpunkt Ihrer Planung aktuellen Fördermöglichkeiten.

Kann ich eine Wallbox in einer Mietwohnung oder WEG installieren?

Ja — seit der WEG-Reform 2020 haben sowohl Mieter als auch Wohnungseigentümer ein gesetzliches Recht auf die Installation einer Lademöglichkeit für ihr Elektrofahrzeug. Der Vermieter oder die Wohnungseigentümergemeinschaft kann die Installation nicht grundsätzlich ablehnen, hat aber das Recht, die konkrete Ausführung mitzubestimmen (z. B. Kabelführung, Zählerkonzept). Die Installationskosten trägt grundsätzlich der Antragsteller. Für eine WEG empfehlen wir ein gemeinsames Lastmanagement-Konzept, damit bei mehreren Ladepunkten kein Hausanschluss überlastet wird. Wir erstellen die technische Dokumentation, die Sie für den WEG-Antrag benötigen.

Wie funktioniert Lastmanagement bei mehreren Wallboxen?

Sobald zwei oder mehr Wallboxen an einem Hausanschluss betrieben werden, ist ein Lastmanagementsystem Pflicht — sonst riskieren Sie die Überlastung der Hauptsicherung. Es gibt zwei Ansätze: Beim statischen Lastmanagement wird die verfügbare Gesamtleistung gleichmäßig auf alle Ladepunkte aufgeteilt — einfach, aber ineffizient, da die volle Leistung nie genutzt wird. Beim dynamischen Lastmanagement misst ein Energiezähler am Hausanschluss den aktuellen Gesamtverbrauch in Echtzeit. Die Wallboxen bekommen nur so viel Leistung zugeteilt, wie der Anschluss gerade hergibt — eine kochende Kaffeemaschine reduziert also temporär die Ladeleistung, nicht umgekehrt. Moderne Wallboxen wie die Mennekes AMTRON-Serie beherrschen dynamisches Lastmanagement nativ. Wir dimensionieren und konfigurieren das System so, dass alle Fahrzeuge effizient laden und der Hausanschluss dauerhaft geschützt ist.

Wallbox-Installation anfragen

Kostenlose Beratung — wir prüfen Ihren Hausanschluss, empfehlen das passende Wallbox-Modell und erstellen Ihnen ein Festpreisangebot. Werktags innerhalb von 24 Stunden.

Unverbindlich · Kostenlos · Keine Weitergabe Ihrer Daten